To unleash the powerful emotions that are hidden inside every petrol head, I created some rather unconventional voiceovers for the international Mercedes-Benz "Dreamcars" campaign.
A few more voice-over texts from the “Dreamcars” series:
Mercedes-Benz W 111 280 SE
“This is not just an object, nor is it silent. It speaks volumes about your self, who you are, where you want to go, what you are made of. It tells your story. So you better make sure, you have a story to tell.”
Mercedes-Benz SLS
“This car is a SLS. People call it a dream car. Here’s why: Its 6.2 liter V8 produces 571 horse power, which will catapult you from 0-60 miles in 3.7 seconds and straight on to a top speed of 320 km/h. Just in case you do not want to follow your dream, but catch it.”
Mercedes-Benz E Roadster
“As the roof gently folds back, the heart and soul fills with an incredible lightness of being. About to take off into the unchartered territory of your emotional landscape, you ask yourself: Where might this journey end? That’s wide open.”
Für die deutsche Ausgabe des Magazins INTERSECTION habe ich etliche Fahrberichte verfasst. Die meisten humorvoll.
Ich habe vier davon ausgewählt.
Ford Galaxy 2.0 TDCi
Stimmt, es wird Frühling. Doch bevor Sie sich den gleichnamigen Gefühlen hingeben und für die hormongesteuerte Hatz auf fortpflanzungsfähige Geschlechtspartner die Anschaffung eines Cabrios erwägen, möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf ein grandios unterschätztes Jagdgefährt lenken: den neuen Ford Galaxy.
Sie lachen? Noch.
Zugegeben, verglichen mit einem offenen testosteronroten Roadster italienischer Provinienz darf die Frage erlaubt sein, wie sexy eine Großraumlimousine überhaupt sein kann. Die Antwort lautet: sehr. Denn ein Cabrio kommuniziert nichts weiter als ein automobiler Balztanz, der bestenfalls eine kurze Romanze in Aussicht stellt. Dagegen ist der familienfreundliche Siebensitzer, besonders wenn er so maskulin daher kommt wie ein Galaxy, ein rollender Beweis für das aktive Sexualleben und die reproduktiven Fähigkeiten seines Fahrers. Warum sonst sieben Sitze?
Im Gegensatz zum knapp geschnittenen Zweisitzer kommt dem Fahrer das opulente Raumangebot auch dann entgegen, wenn er sich ganz aktuell mit der Familienplanung beschäftigt: Auf Wunsch ermöglicht das FoldFlatSystem ein vollständiges Versenken der 2. und 3. Sitzreihe und verwandelt den Wagenboden in eine völlig ebene Fläche. Die 265-Watt-Soundanlage sorgt für emotionale Verstärkung, indirekte Ambienteleuchten verströmen sanftes Licht, während die 3-Zonen-Klimaautomatik mögliche Temperaturanstiege sensibel auszugleichen vermag. Sollten Ihnen keine der 32 variablen Sitzkonfigurationen zusagen und Sie es stattdessen eilig haben, nach Hause zu kommen: Die 203 PS des Turbobenziners sind eine Ansage. Auf jeden Fall werden Sie schnell ans Ziel kommen.
Wie gesagt, nichts gegen Frühlingsgefühle. Das mit dem Cabrio sollten Sie sich allerdings noch mal genau überlegen.
VOLVO S60 D5 AWD
Wenn Sie ein striktes Einreiseverbot nach Schweden riskieren wollen, dann probieren Sie es doch mal hiermit:
Erzählen Sie den netten Menschen von Volvo, Sie erinnerten sich noch ganz genau an die siebziger Jahre, vor allem an den Beginn der Sommerferien, als die kantigen Kisten aus Schwedenstahl in Scharen gen Nordkap zogen, einen bärtigen Studienrat hinterm Steuer und den obligatorischen Elch-Aufkleber am Heck. Wir garantieren, Ihnen werden auf der Stelle alle zukünftigen Schwedenreisen gestrichen, und insbesondere das Nordkap ist ab sofort für Sie und alle Zeiten gesperrt.
Bei Volvo würde man alles tun, um die Erinnerung an das scheinbar unausrottbare Oberlehrer-Image aus dem Gedächtnis zu tilgen. Aus allen Gedächtnissen. Weltweit. Mit der Vorstellung des neuen S 60 dürfte ihnen das allerdings zum ersten Mal gelingen. Der wurde nämlich nicht bieder und betulich, sondern erstaunlich elegant und dynamisch gestylt. Fließende Linien befreien die Karosserie von Ecken und Kanten und stützen sich im Heckbereich auf betont kräftige Schultern, so daß der schöne Schwede in der Seitenansicht eher wie ein sportliches Coupe als eine klassische Limousine wirkt. Auch technisch hat Volvo den S 60 in Höchstform gebracht hat. Heißt: Auftritt und Antritt sind gleichermaßen beeindruckend. Wenn der bärenstarke Bi-Turbo-Diesel seine sonore Fünfzylinderstimme erhebt und die drehmomentstarken Muskeln spielen läßt, stemmt sich der allradgetriebene Schwede mit Vehemenz aus den Startlöchern und stürmt auf seinem sportlich abgestimmten Fahrwerk verblüffend komfortabel davon. Wenn Sie wollen, bis hinauf zum Nordkap.
Vorausgesetzt, Sie behalten Ihre Erinnerungen an die siebziger Jahre für sich.
FORD KUGA 2.0 TDCi 4x4
Gut, Sie können natürlich behaupten, im Zuge einer beruflichen Neuorientierung sehen Sie Ihre Zukunft als Hüttenwirt der Juvasshytta, der höchstgelegenen mit dem Auto erreichbaren Berghütte Norwegens (1.840 m). Oder Sie liebäugelten stark mit der Position des Geräteführers auf einem dieser gigantischen Schaufelrad-Bagger des mittelrheinischen Braunkohletagebaus. Und Sie hätten sich nur deshalb für den schicken Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4 entschieden, weil eine gewisse Geländegängigkeit quasi unverzichtbar ist, wenn man täglich auf- und abseits befestigter Strassen zur neuen beruflichen Wirkungsstätte pendeln muss.
Mit diesen Argumenten werden Sie allerdings die mit zähen Vorurteilen behafteten SUV-Gegner im Freundeskreis kaum von Ihren hehren Kaufmotiven überzeugen können. Eher schon damit: Erstens ist der Innenstadt-kompatible Kuga kein SUV, sondern ein Crossover und deshalb nicht größer als ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse. Zweitens ist man mit den drehmomentstarken 163 PS des mit Euro 5 eingestuften Turbodiesels überraschend ökonomisch unterwegs. Drittens verhilft das sportlich abgestimmte Fahrwerk in Verbindung mit der präzisen Lenkung für ein agiles Handling bei der Parkplatzsuche. Viertens verschafft die erhöhte Sitzposition einen präzisen Überblick übers dichte Verkehrgeschehen und animiert zu einer vorausschauenden, gelassenen Fahrweise, und fünftens kann man die durchdachte Variabilität des Innenraums durchaus als Familienfreundlich bezeichnen. Ende der Diskussion.
Aber sollten Sie tatsächlich mal zu einem Vorstellungsgespräch auf eine einsame Berghütte oder in den nahen Tagebau geladen werden: Sie wissen, wie man da am besten hinkommt.
FORD KA
Auch wenn sich in letzten Jahren ein deutlicher Trend zur Involvierung der rechten Gehirnhälfte beobachten läßt: Die Entscheidung für einen Kleinwagen wie den Ford Ka fällt vorwiegend aus rationalen Gründen. Er kostet nicht die Welt, rechnet uns die linke Gehirnhälfte vor, glänzt mit übersichtlichen Unterhaltskosten, läßt sich neidfrei durch den städtischen Ballungsraum bewegen, jagt als Parkplatzsuchmaschine der letzten Parklücke hinterher, befördert zur Not auch mal vier Spätpubertierende zum Rock am Ring oder schluckt bequem einen kompletten Wochenendeinkauf. Alles sehr vernüftig, alles sehr überzeugend, keine Frage.
Doch die rein vernunftbetonten Kaufentscheidungen tragen auch immer etwas schrecklich Ernstes, Langweiliges, Unwitziges in sich. Vielleicht sollte man bei seinen Entscheidungen etwas weniger Fähigkeit zum Konsens demonstrieren und dafür etwas mehr Lust an der Individualisierung wagen. Schon die Wahl der Sonderfarbe „Funky Magenta Metallic“ sprüht eine Menge gute Laune ins triste, metallicgraue Einerlei der Vernunftmobile. Oder man entscheidet sich direkt für ein völlig vernunftfreies Stylingpaket. „Grand Prix“ in Crystal-Weiß wäre ein Favorit für offenen Szenenapplaus. Natürlich braucht man für die Jagd nach einem freien Innenstadtparkplatz weder knallrote Rallystreifen noch Lederlenkrad, 195er Niederquerschnittsreifen oder Startnummern auf den Türen.
Aber so gestylt steht der kleine Kölner so wunderbar fröhlich auf seinen Alufelgen, dass man geneigt ist, den selbstbewussten Fahrer auf der Stelle für einen Orden vorzuschlagen: Den „Orden wider den automobilen Ernst“.